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Jedes Schmuckstück ein Unikat: Rheinpfalz 2009

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Zum 25jährigen Betriebsjubiläum berichtet die Rheinpfalz

Jedes Schmuckstück ein Unikat

Unikatschmuck

Germersheim: Die „Galerie Glaswerk“ mit ihrer neuesten Kollektion

Die „Galerie Glaswerk“ verschickt pro Jahr von Sondernheim aus ca. 260 Pakete ins europäische Ausland aber auch nach Amerika und Asien. In den Paketen findet man in Handarbeit hergestellten Glasschmuck.
Modebewusste Frauen finden diesen Glasschmuck unter anderem in einer Vitrine auf dem Madrider Flughafen, auf Mallorca, in Versandhauskatalogen, Galerien oder Boutiquen.

„Galerie Glaswerk“ wird verkörpert durch Rainer Schrade und Brigit Sänger. Ihr neues Zuhause in Sondernheim ist ein Haus, was gleichzeitig Wohnung, Werkstatt, Lager, Ideenschmiede und Versuchslabor ist.

Die zwei großen Glasöfen und vier Haubenöfen stehen im „Schmelzraum“. Des Weiteren wird auch mit einer Schleifmaschine und nicht zu vergessen der Glasbläserlampe gearbeitet.
Natürlich ist jedes Teil ein Unikat und in Handarbeit gefertigt, bekräftigen die Glaskünstler.

Um ein Schmuckstück fertigzustellen sind zwischen sieben und zwölf Schritte erforderlich. Während des Interviews ist Schrade damit beschäftigt, Glasanhänger der Serie „Midnight Sun“ zu fertigen. Er arbeitet Blattsilber ein, dreht, vermischt Farben und formt in der orangerot leuchtenden Flamme das zähflüssige Material zum Anhänger.

Amerika, Mainz oder Farbglashütten in Murano beliefern die „Galerie Glaswerk“.

Für ein Kilo Rohmaterial Glas zahlt man zwischen zehn und 50 Euro. Teureres, vorbehandeltes Glas wird allerdings auch manchmal von Schrade und Sänger zur Glasschmuck herstellung benutzt. Schott aus Mainz, Amerika oder Farbglashütten in Murano liefern das nötige Glas. Die Kunsthandwerker berichten weiter, dass das metallene Beiwerk der Schmuckstücke, wie Ringschienen, von kleinen, deutschen Metallfirmen, die in der Lage sind, die konkreten Ideen umzusetzen, geliefert wird. Der Kunde zahlt bis zu 55 Euro für einen Artikel. Das gute daran: auch in schlechteren Zeiten werden diese „Mitnahme-, Geschenkartikel“ gekauft.

Bevor Rainer Schrade, geb. 1957 in Reutlingen, und Birgit Sänger, 1960 in Berlin geboren, im Jahr 2000 in die Pfalz zogen, verkauften sie in der „Galerie Glaswerk“ in Berlin Glaskunstobjekte, Flakons, Schalen aus weitaus höheren Preisklassen. Die Kunden blieben jedoch oft weg, weil durch die Wende der Markt nach Osten geöffnet wurde und von Kaufhausware regelrecht überschwemmt wurde. In Sondernheim fingen sie neu an.

Um den Kontakt zu internationalen Kunden herzustellen sind Messeauftritte essentiell.

Fast 500 Artikel beinhaltet die neue Kollektion. Im Schnitt kosten Messeauftritte in München oder Frankfurt rund  vier- bis fünftausend Euro, die aber gerne investiert werden um internationale Kontakte zu knüpfen. Es kann auch vorkommen, dass Kundenwünsche direkt vor dem Glasofen umgesetzt werden. Auf der Expo 2000 in Hannover war das Schmuckdesign der „Galerie Glaswerk“ im Christus-Pavillon zu bestaunen. Die Evangelische Landeskirche gab Broschen bei den Glaskünstlern in Auftrag. Im Wettbewerb für die Kulturhauptstadt „Ruhr 2010“ sind sie auch mit einem Artikel vertreten.

Auch wenn der Fokus auf dem Fachhandel liegt, sind Schrade und Sänger auch auf Kunsthandwerkermärkten zu finden, um auch den Kontakt zum Endverbraucher zu pflegen. Es werden dort der Trend in Sachen Farbe und Form gefunden, sowie neue Produkte und Preise getestet. Dort wird auch versucht, das geringe Auftragsvolumen der Großhändler, die zu 60% aus dem Ausland kommen und durch die Wirtschaftskrise 20 bis 30% weniger bestellen, auszugleichen. Ergänzend sagt Sänger, die auch für den Vertrieb zuständig ist, dass man keine Kunden verloren habe, nur die Aufträge kleiner seien. Durch neue Produktlinien wie der „Chakra-Fashion“ sollen neue Bereiche des Marktes erschlossen werden, wie hier der Esoterik- und Wellness-Bereich.

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Alternatives Recyceln von Altglas: Die Welt 31.07.1995

Galerie Glaswerk Ausstellung Green Glass Modeschmuck

Pressebericht in der Welt

Altglas wird alternativ recycled
Montag, 31. Juli 1995 – Nr 176 – 31 – von BARBARA GEIER
Die Auffassung, Recycling wäre nur eine Frage umweltbewusster Wiederverwertung von Müll, ist längst überholt. Die Kunst ist neuerdings eine Mitbewerberin beim Ansturm auf den wertvollen Abfall der Recyclingindustrie, was die Branche zusätzlich kulturell aufwertet. Alba, Mitglied der „Recycling Initiative Berlin 95“, also Teil des Zusammenschlusses der drei großen Berliner Entsorgungsunternehmen Alba, Stadtreinigungs-Betriebe (BSR) und DASS, macht zur Zeit selbst auf die alternative Recycling-Sparte aufmerksam. Letztes Jahr eröffnete das Unternehmen in Velten bei Berlin eine Altglasverarbeitungsanlage, welche mit Broschüren, Postern und einer Sammlung an Glasscherben in der „Galerie Glaswerk“ (Kantstraße 138) vorgestellt wird. Direkt daneben findet man von südafrikanischen Künstlern kunstvoll gefertigte Trinkgläer, die aus gebrauchten Flaschen hergestellt wurden. Diese Produkte nennt man „Green Glass“, das heißt, dass Altglas nicht erst eingeschmolzen werden muss. Diese Methode ist genauso einfach wie

inovativ: leeren Wein- Whiskey- und Wasserflaschen werden auf den Kopf gestellt und in der Mitte durchgeschnitten und anschließend wieder auf den Flaschenboden geklebt. Jeden Monat produzieren die Südafrikaner Philip Tetley und Sean Penrith zusammen mit ihren 40 Mitarbeitern 20 000 Gläser. Wegen dieses Erfolgs haben sie nun auch ein Patent auf ihr Verfahren. „Galerie Glaswerk“ machte die beiden in Berlin bekannt. Neben der umweltfreundlichen Herstellung geht auch ein kleiner Teil pro verkauftem Stück an den World Wide Fund for Nature (WWF), da der WWF der kleinen Kunstfabrik das notwendige Startkapital gestellt hat. Durch den Kauf der Gläser können auch die Berliner die umweltfreundliche Idee aus Afrika unterstützen. Wenn sie ihr Altglas in die rund 87 000 Containern der Stadt geben, landet es in Velten in der Anlage von Alba. Dort werden monatlich 10 000 Tonnen Altglas recycelt. Das entspicht laut des Berichts des Geschäftsführers Werner Eckler, der zu Ausstellungsbeginn in der „Galerie Glaswerk“ veröffentlicht wurde, ungefähr 280 Millionen Bierflaschen. Mit dem in Velten gewonnenen Granulat werden zehn Glashütten von AlbaAlba Recycling bundesweit beliefert. Die Hälfte aller in Deutschland hergestellten Glasbehälter, bestehen aus eingeschmolzenem Altglas. Das spart vor allem Energie bei der Rohstoffgewinnung und entlastet gleichzeitig die überquellenden Mülldeponien. Trotzdem ist das Mehrwegflaschensystem immer noch umweltfreundlicher. „Pfandflaschenmuffel“ seien besonders die Berliner, klagen immer noch gestrenge Umweltschützer. Bundesweit liegt die Quote der Mehrwegflaschebenutzer bei ca. 70 %, in Berlin nur bei ca. 40 %. Laut eines Gutachtens des Münchner Frauenhofer Instituts liegt die Grenze des ökologischen Vorteils von Pfandflaschen bei 100 Kilometern. Wenn zwischen Abfüllort und Verkaufsstelle mehr als 100 Kilometer liegen, erscheine der ökologische Vorteil gegenüber Wegwerfflaschen fragwürdig.

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Der Kantstraße droht der Exitus: Charlottenburg aktuell 1991

Kantstr Exitus Modeschmuck

Artikel im "Charlottenburg Aktuell"

Kantstraße droht der Exitus

Die Charlottenburger Kantstraße wurde vor noch nicht allzulanger Zeit hauptsächlich von polnischen Landsleuten bevölkert.
Ihr Fokus lag hauptsächlich auf den vielen Im- und Exportgeschäften, in denen man Massenware wie Radio- und Videorekorder und Fernseher zu sehr guten Konditionen kaufen konnte. Durch die Einführung der Visumspflicht sollte sich die Situation entschärfen, dem war jedoch nicht so.
Es wurden immer mehr Im- und Exportgeschäfte in der Kantstraße geöffnet. Dem Bezirksamt zufolge seien es inzwischen rund 45. Die meisten werden als offene Zolllager betrieben. Der Boom hat jedoch neben den hohen Umsätzen auch seine Nachteile.
Die Gewerbemieten haben sich in letzter Zeit verdreifacht. Nun kann der Quadratmeter bis zu 180 DM kosten. Darunter leiden vor allem die Geschäfte in der Kantstraße, die bei diesem Preispoker nicht mithalten können. Helmut Heinrich, Wirtschaftsstadtrat in Berlin, zeigt sich besorgt. Es gehe selbst Apotheken die Luft aus und es bestehe die Gefahr, dass auch die letzten alteingesessene Geschäftsleute dicht machen müssen. Dann wäre es Heinrich zufolge jedoch zu spät.
Weiter sagte er in einem Interview mit CITYBLATT, dass seiner Meinung nach, diese Art von Läden in einem gemischten Wohn- und Gewerbegebiet nichts verloren hätten. Einem Bericht des Rechtsamtes zufolge könne jeder Bezirk auf Grundlage des Baurechts die Exportgeschäfte verbieten. Gebrauch hat Baustadtrat Claus Dyckhoff (SPD) von diesem Recht bisher noch nicht gemacht. Dies hat Anwohner und Geschäftsinhaber rund um die Kantstraße verärgert. Dennoch haben die Proteste der bezirklichen CDU, der Anwohner, sowie des Wirtschaftsstadtrates einiges bewirkt: Einem Betreiber ist es wegen der „Nutzungsänderung“ untersagt worden, sein Im- und Exportgeschäft weiter zu betreiben. Gegen das Verbot kann er natürlich Einspruch einlegen.
Wie Juristen und Politiker in dieser speziellen Frage entscheiden, wird die zukünftige Struktur der Kantstraße signifikant beeinflussen. Nach Stadtrat Heinrich dürfe die Kantstraße nicht zu einem Großhandelsumschlagplatz für elektrische Geräte verkommen. Die bunte Vielfalt, die den Charakter der Straße ausmache, müsse unbedingt erhalten bleiben.

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