Archiv der Kategorie: Presse

Hier finden Sie die Presseberichte über Glasschmuck der Galerie-Glaswerk.

Zeitungsartikel der Berliner Morgenpost: Glaskunst von Herbert Böhm-Dores

Glaskunst Bericht Modeschmuck Ausstellung Böhm-Dores
Die Berliner Morgenpost berichtet über Herbert Böhm Dores

Kunstwerke, die das Licht brechen

Glasblasen. Auch dieses seit Jahrhunderten bekannte Handwerk hat heute noch Konjunktur. Es passierte ca 5000 vor Christus, dass ein neben sich stehender Töpfer eine noch ungebrannte Keramik fallen ließ und diese später im Ofen, mit Natron und kalkhaltigem Sand bedeckt, heiß wurde. Seit diesem Tag, an dem das erste Glas entstand, haben sich die Hauptbestandteile – Tonerde, Sand, Natron, Kalk und Pottasche – nur minimal verändert.

Der Künstler Herbert Böhm-Dores bläst, schmilzt und formt aus diesem zerbrechlichen Werkstoff wunderschöne Vasen mit Montagetechnik. Diese stellt für einen Kunstglasbläser eine große Herausforderung dar, denn er muss verschieden farbige Glaselemente aneinander festschmelzen. Werden verschieden farbige Elemente miteinander verschmolzen, nennt man das Montieren. Er erhitzt die farbige Glasröhre, auch als Spitze bekannt, vor dem Glasbrenner. Nach dem erreichen einer bestimmten Schmelztemperatur setzt der Glasbläser die Spitze auf den ebenfallst heiß gemachten Glaskörper, sodass sie beiden Glaselemente zu einem verschmelzen. Dieser Vorgang wird beliebig oft wiederholt, je nach dem welches Design erwünscht ist.

Es kommt vor, dass Böhm-Dores bis zu 50 unterschiedliche Stücke miteinander verbindet. Es ist klar, dass es einige Zeit in Anspruch nimmt, durch gezieltes Blasen, Trennen und erneutes Verschmelzen und Verdrehen das bestimmte Motiv auf der Glasfläche zu erreichen.

Unter der Voraussetzung guter Laune und vieler Aufträge, verrät uns Böhm-Dores, verbringe er bis zu 60 Stunden in seiner Werkstatt.

Schon als Kind interessierte sich der aus Thüringen stammende Künstler fürs Zeichnen und Modellieren. Mit 14 Jahren ging er schon auf die Glasfachschule in Lauscha.

Glas sei nicht gleich Glas, so Böhm-Dores. Das richtige Gefühl für das Material lernte er erst von seinen Lehrern.

Gerade bei der Montagetechnik sind Stärke und Farbe eine sehr wichige Rolle:

Nicht alle Gläser werden bei der gleichen Temperatur zähflüssig, was die Verarbeitung recht schwierig macht.

Im Gegensatz zu rotem Montageglas in einer Vase verläuft das blaue wesentlich langsamer. Wenn man Rohglas hinterher mit Metalloxiden und speziellen Granulaten verschmelzt, leuchtet es unter Verwendung von Kobalddioxiden blau, Eisenoxid lässt das Sand-Natron-Gemisch grün werden. Der Glasbläser sei aber nicht für das Färben zuständig sondern für die Verarbeitung zu Motiven und Mustern.

Intensive Farben werden von Böhm-Dores nur wenige benutzt. Er montiert in die weiße Grundfläche meist nur ein wenig blau oder grün, gelegentlich auch mal leuchtendes Rot oder Orange, was dazu führt, dass seine Vasen nie zu bunt oder überladen wirken: Seine Werke strahlen immer Ruhe und Phantasie aus. Wie er das macht? Durch die Grundfläche aus Klarglas haben seine Stücke einen schwerelosen Charakter. Böhm-Dores sagt er drücke in seinen Werken die Atmosphäre aus, die er zum Arbeiten brauche. Er verkrafte keine Hektik oder Stress, was er in seiner Zeit als kaufmännischer Betriebsleiter wahrscheinlich genug hatte.

Pausen seien wichtig, so setze er sich wenn es ihm zu viel in seiner Werkstatt wird erstmal nach oben und trinke eine Tasse Kaffee, bevor er weiterarbeite. Aber woher kommt eigentlich das Glas mit dem der Künstler tagtäglich arbeitet? Er kaufe es in Röhrenform in Glashütten.

Ein Hochofen schmilzt es dort. Die Arbeit ist allerdings nichts für Zartbesaitete, denn die Glasröhren werden bei kaum erträglicher Hitze bis zu 50 Meter lang gezogen. Böhm-Dores findet es schon in seiner Werkstatt heiß genug, wo, um das Glas zum Laufen zu bringen, zwischen 600 und 900 Grad Celsius herrschen.

Jeder, der sich Böhm-Dores Glaskunstwerke ansehen möchte, die alle in studenlanger Kleinarbeit geschaffen wurden, kann noch bis zum 20. Oktober in die „Galerie Glaswerk“ in der Kantstraße 138/Ecke Schlüterstraße kommen. Öffnungzeiten: Mo-Fr 11 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr.

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Berliner schonen die Umwelt: Berliner Zeitung 19.Januar 1996

Green Glas Ausstellung Modeschmuck Unikatschmuck

Die Berliner Zeitung über Green Glass

Neues Umweltbewusstsein in Berlin

Recyclebares Material in Kunstobjekte umwandeln/Flaschen und Dosen werden häufiger wiederverwendet.

Gestern wurde am ersten Geburtstag der Recycling Initiative Berlin Manöverkritik geäußert. Die Initiative will weiter für den Umweltschutz werben, da viele Berliner immer noch nicht wissen, dass Bauschutt, Getränkedosen und Elektrogeräte nicht immer gleich Abfall ist. Durch eine Galerie wird nun gezeigt, dass beim Thema Recycling Geschäft und Kunst nicht so fremd sind, wie man vielleicht annimmt.

In der Charlottenburger „Galerie Glaswerk“ werden recycelte Flaschen, also „Green Glas“, als Trinkgläser verkauft. Die Flaschen werden nicht eingeschmolzen, ihnen wird einfach der Boden abgeschnitten und auf der anderen Seite wieder dran geklebt, was diese Idee genauso innovativ wie simpel macht. Erfunden wurde diese Methode von zwei Umweltschützern aus Südafrika, Sean Penrith und Philipp Tetley.

Und Einzelstücke sind beliebt…

Anfang der 90er Jahre probierten die beiden in ihrer Garage aus, was man mit alten Flaschen so alles machen kann. Unterstützt werden die beiden vom World Wildlife Fund (WWF). Am Anfang wurde das Glas noch aus Containern gesammelt, heute werden abgelaufene Pfandflaschen direkt bei den Fabriken gekauft. Und die Recyclinggläser kommen an. Das weiß auch „Galerie Glaswerk“, Kantstrße 138, wo man die Gläser für 18 bis 34 Mark kaufen kann. Pro Monat produzieren Tetley und Penrith über 20 000 Stück. Da nicht maschinell produziert wird, ist jedes Glas ein Einzelstück und sogar spülmaschinenfest. Patentiert ist dieses Verfahren auch schon. Die Geschäftsmänner wollen bald auch in Italien eine Fabrik eröffnen. 97% der Berliner finden es inzwischen normal, dass Gartenabfälle, Flaschen, Joghurtbecher, Gläser, Getränkekarton und Papier als sogenannte Wertstoffe wiederverwertet werden und nicht einfach in den Restmüll gehören. Trotzdem weiß immer noch gut ein Viertel der Berliner nicht, dass auch Getränkedosen recyclebar sind, Elektrogeräte hält nur die Hälfte für recyclebar, wie die Auswertung einer Forsa-Studie, in Auftrag gegeben von der Recycling Initiative Berlin, zeigt. Helmut Paschlau, in Sachen Müll verantwortliches Vorstandsmitglied der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) der Recycling Initiative Berlin, erklärt, die Werstoffe müssten raus aus dem Müll. Zur BRI gehören ebenfalls Alba und DASS, die anderen großen Berliner Entsorgungsunternehmen. Gemeinsam soll der für 2005 vorausgesagte Abfallberg um die Hälfte, also auf 1,3 Millionen Tonnen, verringert werden.

Großer Kostenaufwand

Unter anderem an einem Infotelefon (0130/11 99 51) klärt die Initiative seit einem Jahr über Wertstoffe, Abfallvermeidung und Recycling auf. Als Markenartikler könnte man stolz sein, dass diese Aktion 37% der Berliner erreicht hat, dennoch ist die Umsetzung eher gering: Es werden immer noch hohe Folgekosten in der Sortierung produziert, weil immer noch die Hälfte der Abfälle, die in der gelben Tonne landen, keine Grünen Punkt tragen. Im letzten Jahr konnten trotzdem 20%, dass heißt 412 000 Tonnen, mehr Wertstoffe sammeln als noch 1994. Köln hat ungefähr ein Restmüllaufkommen dieser Größenordnung. Um ihren Service noch zu verbessern plant die BSR dieses Jahr verlängerte Öffnungszeiten, qualifizierte Ansprechpartner auf allen Bezirkshöfen sowie einen Dienstleistungsabend. Auch die braune Biotonne, die im Februar eingeführt wird, soll helfen.

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Prost ! Zeitungsbericht über Green Glass: Berline Kurier 9.Januar 1996

Glaskunst Glasschmuck Kurier Unikate

Green Glass Bericht im Berliner Kurier

Prost ! Schöne Flaschen werden zu Kelchen.

Wie aus einer Sektflasche ein Sektglas wird zeigen der Designer Saean Penrith und der Elektrotechniker Phillip Tetley aus Südafrika. Die zündende Idee hatten

sie vor fünf Jahren: Der Boden der Glasflasche wurde abgesägt und am Halsende wieder angeklebt- der Kelch war fertig. Das Verfahren liessen sie sich weltweit patentieren. In Kapstadt besitzen sie inzwischen eine Fabrik. 40 Angestellte sorgen für 20 000 Gläser pro Monat. In Berlin werden die Recycling Gefäße jetzt unter dem Namen Green Glass verkauft. 19,50 bis 34 Mark kosten die Kelche, die Rainer Schrade (38) in seiner Galerie Glaswerk in der Kantstr. 138 anbietet.
Wodka-, Likör- und Wasserflaschen sind das Rohmaterieal für die Trinkgefäße. Ein Teil des Erlöses geht als Spende an den WWF (World Wide Fund for Nature).
Die Umweltschutzorganisation hat das Flaschenprojekt in der Anfangsphase finanziell unterstützt.

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